„Hin & weg mit optimalem Straßennetz“

Mit den Initiativen im Bereich des Straßennetzes verfolgen wir im Wesentlichen drei Ziele.

Erstens: Die Fertigstellung aller für die Region relevanten Maßnahmen des Bundesverkehrswegeplans und des Landesstraßenbedarfsplans zur Verbesserung der Erreichbarkeit des Thüringer Waldes und der Reduzierung von Wegzeiten.

Zweitens: Die Verbesserung der Qualität des bestehenden, überörtlichen Straßen- und Radwegenetzes im Thüringer Wald um den Mobilitätskomfort für Touristen und Einheimische sowohl mit dem Fahrrad als auch dem PKW zu erhöhen.

Drittens: Die Ausweitung des bestehenden Baustelleninformationssystems auf alle Verkehrsbehörden des Thüringer Waldes und die Herstellung einer Schnittstelle zum Mobilitätsdatenmarktplatz, um Baumaßnahmen besser koordinieren, unverhältnismäßige Belastungen vermeiden und die Verfügbarkeit von Verbraucherinformationen verbessern zu können.

 

Neu-, Um- & Ausbau von wichtigen Bundes- & Landesstraßen

Fertigstellung aller fest disponierten Maßnahmen des Bundesverkehrswegeplans und des Landesstraßenbedarfsplans

Hierzu gehören: die Fertigstellung der B19 Ortsumgehung Witzelroda, der B62 Ortsumgehung Bad Salzungen 4.Bauabschnitt, die B62 Ortsumgehung Bad Salzungen 5. Bauabschnitt, die B88 Ortsumgehung Rothenstein, die B88 Ortsumgehung Zeutsch, die B90 Traßdorf (A71) und die L2668 Ortsumgehung Queienfeld.

 

Vorantreiben der Maßnahmen des Bundesverkehrswegeplans mit fortgeschrittener Planung

Dies schließt das Abschließen der Planfeststellung und den Bau folgender Straßen ein: der B19 Ortsumgehung Meiningen 2. Bauabschnitt, der B19 Ortsumgehung Wasungen und der B19 Ortsumgehung Etterwinden.

 

Maßnahmen des Landesstraßenbedarfsplans (Neubau)

Zu den Maßnahmen des Landesstraßenbedarfsplans deren Planung, Planfeststellung und Bau bisher noch aussteht, gehören: der Ersatzneubau Werrabrücke Obermaßfeld L1131 und die Ortsumgehung Wahlwinkel L1026.

 

Fertigstellung von Um- und Ausbau von Bundes- und Landesstraßen

Bundes- und Landesstraßen, deren Um- und Ausbau fertig gestellt werden muss, sind: die L1118 Viernau-Benshausen, die B19 Waldfisch – Etterwinden, die B247 Ortsumgehung Schwabhausen-Hohenkirchen und die B88 Um- und Ausbau der Ortsdurchfahrt Kahla.

 

Zustandsverbesserung des bestehenden, überörtlichen Straßennetzes

Koordiniertes Erhaltungsprogramm für Bundes- und Landesstraßen bis 2020

Wir werden ein koordiniertes Erhaltungsprogramm und einen Maßnahmenpool speziell für den Thüringer Wald aufstellen und dabei die Bundes- und Landesstraßen, tragfähigkeitsbeschränkte Ingenieurbauwerke und Ortsdurchfahrten im Thüringer Wald berücksichtigen, um Verbesserungen des allgemeinen Qualitätszustandes der Verkehrsinfrastruktur zu erreichen.

 

Schließen von Lücken im Radwegnetz

Nach einer Bedarfsanalyse für Radwege im Thüringer Wald werden wir eine Projektliste zur Schließung von Lücken im Einklang mit Straßenerhaltungsmaßnahmen erstellen.

 

Ersterfassung des Zustandes der Kreisstraßen

Wie werden eine Ersterfassung analog zum System der Zustandserfassung und -bewertung des Bundes und der Länder und Erarbeitung von 5-Jahres-Plänen (2020-25) für die Kreisstraßen gemeinsam mit Landesstraßen durchführen. Somit werden wir langfristige Erhaltungsbedarfsprognosen für die Fahrbahnbefestigungen abgeben, Erhaltungsplanungen daraus ableiten und kurz- wie mittelfristige Erhaltungsprogramme aufsetzen können. Zudem wird sich die Transparenz für Bürgerinnen und Bürger erhöhen und es werden sich Untersuchungen anstellen lassen können, welche Bauweisen sich mehr und welche sich weniger bewähren.

 

Abgestimmter Straßenbau

Aktive Anbindung aller Verkehrsbehörden am Baustelleninformationssystem

Wir werden daraufhin wirken, dass sich alle Verkehrsbehörden im Thüringer Wald am Baustelleninformationssystem beteiligen und die aktive Nutzung und Pflege von Informationen sicherstellen, um Straßenbaumaßnahmen zukünftig besser planen und miteinander koordinieren zu können.

 

Schnittstelle mit Mobilitätsdatenmarktplatz

Um aktuelle Informationen zu Baumaßnahmen und akuten Einschränkungen des Straßenverkehrs über Navigationsgeräte zur Verfügung stellen zu können, werden wir eine Schnittstelle zwischen Baustelleninformationssystem und Mobilitätsdatenmarktplatz schaffen, an der alle Informationen zusammenlaufen.

 

Weiterentwicklung des Baustelleninformationssystems zum Planungs- und Koordinierungshilfsmittel

Wir haben uns darüber hinaus vorgenommen, das Baustelleninformationssystem zu einem behördeninternen Planungs- und Koordinierungswerkzeug weiterzuentwickeln, indem beispielsweise absehbare Straßensperrungen durch die verschiedenen, angeschlossenen Verkehrsbehörden vorgemerkt und bei Planungen weiterer Maßnahmen berücksichtigt werden können.