Lenkungsausschuss

Staatssekretärin Valentina Kerst, Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft

Vorsitzende des Lenkungsausschusses:   Valentina Kerst, Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft

Welche Themen des Projekts „Zukunft Thüringer Wald“ begleiten und bearbeiten Sie, Frau Kerst?

Das Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft bearbeitet insbesondere die Initiativen der Handlungsfelder „(Aktiv-)Tourismus, der Natur- und Kultur verbindet“, „Wachstum in Kernbranchen“ sowie „Fachkräftesicherung“.

Im Tourismus fokussieren wir uns, wie es auch die Thüringer Landestourismusstrategie 2025 vorgibt, einerseits darauf, neue Investoren zu gewinnen, mit denen wir qualitätsvolle und innovative Beherbergungsangebote realisieren und andererseits auch auf eine Qualitätssteigerung der bestehenden touristischen Angebote durch Beratung, Vernetzung und Innovationsförderung. Ich freue mich auch darüber, dass es uns gelungen ist, neue Reiseanlässe und Highlights wie den Rennsteig-Ride oder die Dampflokwelt in Meiningen für unsere Gäste auf den Weg zu bringen. Wir arbeiten kontinuierlich daran, den Thüringer Wald zu einer attraktiven touristischen Ganzjahresdestination zu entwickeln. Dafür sind auch Investitionen in die Tourismusinfrastruktur notwendig. Daher verbessern wir bspw. das Touristinformationsnetzwerk, optimieren das touristische Wegenetz, schaffen Erlebnisstandorte und bündeln alle Angebote auch digital für Gäste wie Einheimische. Darüber hinaus möchten wir die Nachfolgesituation im Gastgewerbe verbessern.

Ein Thema beschäftigt uns dabei nicht nur mit Blick auf den Tourismus, sondern auch die Industrie im Thüringer Wald: die Fachkräftesicherung. Dank der engagierten Unterstützung der IHK Südthüringen stärken wir die Selbstvermarktung von Unternehmen im Thüringer Wald als attraktiver Arbeitgeber, verbessern die Berufsorientierung von Kindern und Jugendlichen in der Region und bauen Programme auf bzw. aus, die Auszubildende und Arbeitskräfte aus dem EU-Ausland und Drittstaaten gewinnen sollen; denn der Thüringer Wald braucht ausreichend Fachkräfte, um wirtschaftlich zu wachsen. Dieses Wachstum unterstützen wir ebenfalls mit weiteren Initiativen. So begleiten wir u.a. Industriebetriebe bei der Steigerung ihrer Exportaktivitäten und Intensivierung von Außenwirtschaftsbeziehungen, unterstützen KMU bei der Entwicklung von Strategien für Forschung, Entwicklung sowie Transfer und fördern die Digitalisierung gleichermaßen wie den Breitbandausbau in der Region.

 

Was ist aus Ihrer Sicht das Besondere am Projekt Zukunft Thüringer Wald?

Der innovative Ansatz, den Thüringer Wald ganzheitlich zu betrachten und mit einem interministeriell arbeitenden Vorhaben zu unterstützen, ist für mich auch das Besondere am Projekt „Zukunft Thüringer Wald“. Hier arbeitet die Landesregierung mit einer Region und deren vielfältigen Akteuren vor Ort Hand in Hand an einem positiven Strukturwandel für höhere Wertschöpfung und Attraktivität.

Welche Bilanz ziehen Sie angesichts des bisher Erreichten?

Ich freue mich über die erreichten Meilensteine, die messbar zeigen, was die engagierten Projektpartner bereits für die Region geschafft haben und ich freue mich über das stetige Zusammenwachsen. Der rege Austausch sorgt für neue Kooperationen und bringt weitere gute Ideen für die Region hervor. Das ist die Aufbruchsstimmung, die wir brauchen – ein positiver Thüringer-Wald-Spirit.

Als Lenkungsausschussvorsitzende danke ich allen Beteiligten für ihr großartiges Engagement.

Welche Empfehlungen für die Zukunft leiten Sie aus dem Projekt ab?

Das Projekt zeigt, wie viel durch enge interministerielle Zusammenarbeit und durch Kooperation mit Akteuren vor Ort erreicht werden kann. „Zukunft Thüringer Wald“ ist damit ein gutes Vorbild für weitere Regionen in Thüringen.

Beschreiben Sie das Projekt in 3 Worten:

innovativ, ganzheitlich, gemeinsam


 

 

Staatssekretär Olaf Möller, Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz

Staatssekretär Olaf Möller, Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz

Herr Möller, vielen Dank für dieses kurze Interview zum Projekt. Erzählen Sie uns, welche Themen des Projekts „Zukunft Thüringer Wald“ Sie begleiten und bearbeiten?

In die originäre Zuständigkeit des Thüringer Ministeriums für Umwelt, Energie und Naturschutz fällt die Initiative „Drive in Thüringer Wald“ mit den beiden Maßnahmen „Mobilitätsstationen‚ alternativ mobil“ und „E-Bürger-Auto“. Da wir als Haus jedoch maßgeblich an der Entwicklung des Naturtourismus in Thüringen beteiligt sind, begleiten wir zudem auch die fünf Initiativen des Handlungsfeldes Tourismus sowie die Initiative „Rennsteig-Ticket 2.0“.

Welche Bilanz ziehen Sie angesichts des bisher Erreichten?

Ich bin positiv überrascht. Wenn man die Vielzahl der Initiativen und deren Maßnahmen in der Summe betrachtet und feststellt, dass über 80% im Zeitplan liegen, zeugt das von einem großen Engagement aller am Projekt Beteiligten. Besonders freut mich jedoch, dass für das Projekt „Rennsteig-Ticket 2.0“, das maßgeblich von dem Naturpark und dem Biosphärenreservat Thüringer Wald vorangetrieben wurde, in diesem Jahr der Fahrziel Natur-Award 2018 verliehen wurde.

Und welche Empfehlungen für die Zukunft leiten Sie aus dem Projekt ab?

Das Projekt „Zukunft Thüringer Wald“ ist ein interministeriell angelegtes Pilotprojekt, um die Region des Thüringer Waldes in jeder Hinsicht zukunftsfähig zu machen. Die bisherigen Erfolge zeigen, dass der eingeschlagene Weg der Richtige war und ist. Ich wünsche mir zum Einen, dass dieser Weg auch künftig weitergegangen wird und kann mir zudem gut vorstellen, dass auch andere Regionen in Thüringen hiervon profitieren.

 

 


 

 

Gabi Ohler, Staatssekretärin für Bildung, Jugend und Sport (Foto: Jacob Schröter)

Frau Ohler, welche Themen des Projekts „Zukunft Thüringer Wald“ begleiten Sie und Ihr Haus, das Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport?

Das Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport hat das Projekt seit seiner Initiierung durch das Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft stets inhaltlich begleitet, jedoch kein eigenes Thema im Rahmen des Projektes bearbeitet.

Was ist aus Ihrer Sicht das Besondere am Projekt Zukunft Thüringer Wald?

Der „Thüringer Wald“ ist für den Freistaat eine besondere und wichtige Region. Im Projekt wurde die Verbindung unterschiedlicher Bereiche wie Tourismus, Wirtschaft und Fachkräfte, Verkehr sowie die kommunale Leistungsfähigkeit untersucht und nach Lösungen für ein ganzheitliches Voranbringen der Region gesucht. Ich persönlich verbinde mit dem Thüringer Wald eine Region mit hohem Erholungswert, zahlreichen Ausflugszielen und Sportmöglichkeiten, wo ich durchatmen, auftanken und Balance finden kann.

Welche Bilanz ziehen Sie angesichts des bisher Erreichten?

Die regelmäßig vorgestellten Ergebnisse lassen darauf schließen, dass durch das Projekt wichtige Impulse für die weitere Entwicklung der Region gegeben werden.

Beschreiben Sie das Projekt in 3 Worten.

Das Projekt Zukunft Thüringer Wald ist zukunftsorientiert, vielschichtig und komplex.

 


 

 

Staatssekretär Udo Götze, Thüringer Ministerium für Inneres und Kommunales

Staatssekretär Udo Götze, Thüringer Ministerium für Inneres und Kommunales

„Das Projekt Zukunft Thüringer Wald ist für mich ein interessantes, zukunftsweisendes Projekt, denn es bündelt ressortübergreifend sehr unterschiedliche Initiativen. Als Staatssekretär im Ministerium für Inneres und Kommunales richtet sich mein Blick vor allem auf die Kommunen im Thüringer Wald und ihre finanzielle Handlungsfähigkeit. Ich bin davon überzeugt, dass sich viele Initiativen des Projektes langfristig positiv auf die Entwicklung der Gemeinden im Thüringer Wald auswirken werden.

Ein besonderes Augenmerk liegt meinerseits auf den Kurorten, Heilbädern und Erholungsorten im Thüringer Wald, denn sie sind ein wichtiger wirtschaftlicher Faktor und bedürfen aufgrund ihrer besonderen Belastungen nachhaltiger Unterstützung durch das Land. Jährlich ziehen sie viele Gäste in die Region, werben u. a. damit für die Region des Thüringer Waldes und sind so auch international wettbewerbsfähig.“

 

 


 

 

Staatssekretär Dr. Klaus Sühl, Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft

Staatssekretär Dr. Klaus Sühl, Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft

Welche Themen des Projekts „Zukunft Thüringer Wald“ begleiten und bearbeiten Sie und Ihr Haus, Herr Dr. Sühl?

Thematisch begleite ich vor allem den Teil der Initiativen des Projektes „Zukunft Thüringer Wald“, die sich mit der Verkehrsinfrastruktur und Mobilität beschäftigen. In erster Linie sind hierbei die übergeordneten Ziele die Verbesserung der Erreichbarkeit der Region, die Reduzierung von Wegzeiten sowie die Erhöhung des Mobilitätskomforts für Touristen und Einheimische im Thüringer Wald.

Zur Erreichung dieser Ziele werden vor allem Maßnahmen des Straßen- und Radwegebaus vorangetrieben sowie eine bessere Koordinierung der einzelnen Baumaßnahmen durch einen ausgeprägten Informationsaustausch geschaffen.

Eine weitere Initiative unter meiner Federführung aus dem Bereich Verkehr und Mobilität beschäftigt sich mit der Stärkung des öffentlichen Personennahverkehrs, um diesen als attraktive Mobilitätsalternative zum eigenen PKW anbieten zu können.

Alle Initiativen und die damit einhergehenden Maßnahmen befinden sich in der Umsetzung, wobei der größte Teil gemäß des vorgegebenen Zeitplanes ausgeführt wird, sodass wir schon jetzt Verbesserungen im Bereich der Verkehrswege und damit der Mobilität verzeichnen können.

Ein wichtiger Kooperationspartner für das Projekt Zukunft Thüringer Wald ist die ThüringenForst-AöR, die auf vielfältige Weise die Erholungsfunktion des Waldes durch touristische Nutzung gewährleistet. Dabei gilt es, die Ansprüche der Skifahrer, Wanderer, Radfahrer, Mountainbiker oder Reiter, um nur Einige zu nennen, zu moderieren. Für die Erhaltung und den Ausbau der Infrastruktur ist es uns für die Premiumwanderwege gelungen, der TF-AöR hierfür jährlich 2 Mio. € zur Verfügung zu stellen. Das ist gut angelegtes Geld, das den ländlichen Raum in seiner Infrastruktur und touristischen Attraktivität stärken wird.

 

Was ist aus Ihrer Sicht das Besondere am Projekt „Zukunft Thüringer Wald“?

Der Thüringer Wald ist eine der attraktivsten Regionen des Freistaats Thüringen, dessen Potenziale vor allem hinsichtlich des Aktivtourismus und der industriellen Wertschöpfung im ländlichen Raum noch längst nicht ausgeschöpft sind. Um zu bewirken, dass eine Steigerung der Attraktivität des Thüringer Waldes erreicht wird, bedarf es wirkungsvoller Maßnahmen, welche durch fest installierte Koordinatoren betreut und umgesetzt werden.

Das Projekt „Zukunft Thüringer Wald“ hat sich genau dieser Aufgabe angenommen und ist auf Grund seiner Vielzahl an Akteuren und Initiativen der richtige Ansatzpunkt, um die doch sehr unterschiedlichen Zielsetzungen für eine attraktivere Region Thüringer Wald zu erreichen.

Welche Bilanz ziehen Sie aus dem bisher Erreichten?

Die bisherigen Fortschritte des Projektes zeigen, dass die Möglichkeiten und Voraussetzungen, welche die Region bietet, nun richtig erkannt wurden und auf sinnvollem Wege genutzt werden. Das Ergebnis daraus ist, dass gerade die Touristen den Thüringer Wald als interessante und lebenswerte Region wahrnehmen und eine positive Entwicklung des Tourismus zu verzeichnen ist.

An diese positive Entwicklung muss angeknüpft und die Initiativen und Maßnahmen weiter vorangetrieben werden, sodass die Herausforderungen, die die angestrebten Ziele mit sich bringen, in gemeinsamer Arbeit in Angriff genommen und bewältigt werden können.

Welche Empfehlungen für die Zukunft leiten Sie aus dem Projekt ab?

Zunächst ist es von hoher Wichtigkeit, dass die verschiedenen Akteure und das Projektteam weiterhin im gemeinschaftlichen Vorgehen das Projekt umsetzen. Die Komplexität der Vorhaben in der Region Thüringer Wald und die Herausforderungen sprechen eine Vielzahl an Aufgabenbereichen an. Deshalb ist es notwendig, dass eine Zusammenarbeit der Akteure bestehen bleibt, um das Projekt „Zukunft Thüringer Wald“ bestmöglich weiter voranzubringen.